Untertitel für Kurzvideos lesbar gestalten: Timing, Zeilen und Hervorhebungen
Automatische Transkription erzeugt Text. Gute Untertitel entstehen erst danach: durch sinnvolle Segmentierung, korrektes Timing und eine Gestaltung, die auf kleinen Displays schnell lesbar bleibt.
Untertitel folgen Sprache, nicht Rohtranskript
Ein Rohtranskript kann sehr lange Sätze enthalten. Untertitel sollten in kleinere sinnvolle Einheiten geteilt werden, die zum gesprochenen Rhythmus passen.
Trenne möglichst an Satzzeichen oder natürlichen Pausen. Ein Zeilenwechsel mitten in einer festen Wortgruppe erschwert das Lesen.
Eigennamen, Zahlen und Fachbegriffe zuerst prüfen
Automatische Systeme machen besonders bei Namen, Marken, Abkürzungen und Fachwörtern Fehler. Genau diese Begriffe sind oft inhaltlich wichtig.
Eine kurze gezielte Prüfung dieser Kategorien ist effizienter, als nur oberflächlich über alle Wörter zu lesen.
Position im Hochformat bewusst wählen
Captions sollten weder Gesichter noch zentrale Bildelemente verdecken. Gleichzeitig können Plattformoberflächen Bereiche am oberen oder unteren Rand überlagern.
Arbeite deshalb mit einem sicheren Innenbereich und kontrolliere den finalen Export auf einem mobilen Bildschirm.
Hervorhebungen sparsam einsetzen
Wort-für-Wort-Farben oder Animationen können Aufmerksamkeit lenken. Wenn jedes Wort gleich stark animiert wird, entsteht jedoch visuelle Unruhe.
Hervorhebungen sind besonders nützlich für Schlüsselbegriffe, Zahlen oder den Kern einer Aussage.
Untertitel müssen auch ohne Ton verständlich sein
Spiele den fertigen Clip einmal stumm ab. Wenn der Text allein keinen Sinn ergibt, fehlt möglicherweise Kontext oder die Segmentierung ist unglücklich.
Umgekehrt sollten Captions das gesprochene Audio nicht mit zusätzlichen langen Textblöcken überladen.
Prüfliste für Captions
- Keine abgeschnittenen Wörter
- Eigennamen und Zahlen geprüft
- Lesbare Kontraste
- Nicht zu nah an Bildschirmrändern
- Timing folgt dem gesprochenen Satz
- Keine unnötigen Doppelungen durch zusätzliche Text-Overlays
Häufige Fragen
Wie viele Wörter sollten gleichzeitig sichtbar sein?
Es gibt keine universelle Zahl. Entscheidend ist, dass die Textmenge in der vorhandenen Zeit bequem lesbar bleibt.
Sind Wort-für-Wort-Untertitel immer besser?
Nein. Sie können für schnelle Clips funktionieren, aber bei ruhigen Erklärungen oder langen Sätzen unruhig wirken.
Sollte ich automatische Untertitel immer prüfen?
Ja, besonders Eigennamen, Zahlen, Marken und Fachbegriffe.